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Übersicht

Briefwechsel über die motorischen Nerven

Peter Wyssling: Rudolf Steiners Kampf gegen die motorischen Nerven

Die moderne Physik ein philosophischer Wert?

Abschied vom „Leib-Seele-Problem“

Anknüpfend an eine Bemerkung über James Joyce

Max Stirner und Rudolf Steiner

Synchronizität

Deutsche Physik – von einem Schweizer

Das Ereignis Rudolf Steiner

Anthroposophie und Christengemeinschaft

Die Überwindung des Theismus als Gegenwartsaufgabe

Anthroposophische Methodik

Ehrung – des Philosophen Herman Schmalenbach

Karen Swassjan: Die Karl-Ballmer-Probe

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Karl Ballmer: Deutsche Physik – von einem Schweizer


1. Auflage 1995, 208 Seiten

EUR 12,- / SFR 17,-

ISBN 978-3-930 964-50-5

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Mit diesem Band erscheint eines der umfangreichsten der bisher unveröffentlichten Werke Ballmers. Der im Winter 1949/50 (Hommage à Goethe, 1949) entstandene Text wendet sich keineswegs speziell an Fachphysiker. Es geht da nicht um theoretische Welterklärung, es geht da unmittelbar um den Markgehalt des Menschseins. Der Titel deutet (in Anspielung auf ein antisemitisches Buch der Nazizeit) auf den Anspruch Ballmers, die Kontinuität vom „vergessenen Goethe“ (dem Naturwissenschaftler Goethe) zu Rudolf Steiners Anthroposophie herauszuarbeiten – und mit der parallelen Entwicklung der exakten Naturwissenschaften zu kontrastieren. Ballmer nimmt die Rolle eines terrible simplificateur auf sich, um den kanonischen Verlautbarungen der alleinseligmachenden Physik-Kirche, dem unverbindlichen Denk-Varieté und der spätbürgerlichen Lyrik der modernen wissenschaftlichen Physik, die sich nach Weyl als Konstruktion in reinen Symbolen versteht, seine Aussicht auf eine Deutsche Physik als eine PHYSIK DES KÖRPERS gegenüberzusetzen. Ungenannter Hintergrund und Voraussetzung ist die Anthroposophie als universelle physikalische Weltanschauung.

Die moderne Physik strebt vom Beobachtbaren ins Unbekannte. Das Unbekannte wird bezeichnet und symbolisiert durch abstrakte Begriffe wie: Energie, Lichtgeschwindigkeit, Elementarwirkung usw. Der Physiker beunruhigt sich nicht darüber, dass das Streben nach dem Unbekannten eigentlich ein Nonsens ist; er kennt diese Frage gar nicht, dagegen lässt er sich faszinieren durch das am Unbekannten absolut Sichere: das Mathematische. Die vom Physiker aufgestellten brauchbaren Naturgesetze sind von imponierender mathematischer Sicherheit. Die bewunderungswürdigen Erfolge der modernen Technik beruhen auf dieser weltanschaulich wenig anspruchsvollen Naturerkenntnis. Goethes Methode strebt vom Beobachteten nicht ins Unbekannte, sondern ins Bekannte. Die Phänomene der Welt sollen Einzug halten im Menschen als dem Ort, wo sie Klärung und Verklärung erfahren von ihrem eigensten Ursprungsprinzip her. Als „Bezugssystem“ der zu deutenden Weltphänomene wirkt nicht eine Geometrie, die zugleich Physik wäre, sondern eine physikalische Summa: die wirkliche Welt als Menschen-Seele.


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