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Ein Wort über die „Christengemeinschaft“Die gekrachte Schublade – 28. Januar 2021

Die Berührung der Abendmahlsfrage im Vortrag und in der Diskussion kann Gelegenheit sein, ein Wort über die „Christengemeinschaft“ zu versuchen. Hier ist es wiederum eine grundsätzliche Differenz in der Auffassung des Schicksal, die mich von Ihren Bemühungen um die Messe-Frage radikal trennt. Es wäre die absurdeste Illusion der protestantischen Theologie, wenn sie aus richtiger Erkenntnis des Wertvollen in der katholischen Messe und aus der allgemeineren Einsicht in die Notwendigkeit eines zu erstrebenden symbolisch-bildhaften religiösen Wirkens – den Schluss ziehen würde, dass man auf Grund von derlei Einsichten irgendwie die erstarrten Formen des protestantischen Kultus erneuern und verlebendigen könnte. Nein, hier hat die Willkür aus Theorie zu kuschen, hier entscheidet einzig der „Herr des Schicksals“. Dass Steiner, dem die Christengemeinschaft Rittelmeyers ihren Kultus verdankt, so intelligent wie andere theoretisch die Forderung einer Erneuerung des Kultus einsah und auch handelte, dieser äußerliche Aspekt besagt doch nun wirklich das Allerwenigste. Entscheidend ist ein Resultat, das aus dem Karma des „Wesens Anthroposophie“ ersteht und welches das unentbehrliche Fundament der religiösen Praxis der Priester der Christengemeinschaft bildet: es ist die vom Priester innerlichst erlebte Überzeugung (die wohl in den seltensten Fällen – oder gar nicht – von theoretischer Reflexion begleitet ist), dass Christus selbst (nach Steiner der „Herr des Karma“) diesen Kultus eingesetzt hat. Für einen möglichen theoretischen Aspekt wäre natürlich die Frage: ob denn Steiner = Christus sei, ebenso absurd wie die katholische Frage, ob Christus in der Hostie sei. Eine theoretische Diskussion müsste da schon auf der Leiter der Methode ein paar Stufen höher steigen. Dass aber Diskussionen dieser Art auf die Dauer nicht zu vermeiden sein werden, das ist allerdings meine persönlichste Überzeugung, mit der ich innerhalb der anthroposophischen Bewegung ziemlich isoliert stehe.

Erläuterung

Aus einem Brief an den evangelischen Theologen Kurt Plachte, 24. September 1932.

👉 Aus der „gekrachten SchubladeDie gekrachte Schublade“ bekommen Sie wechselnd verschiedene Texte von Karl Ballmer zu lesen. Bei der Auswahl gilt das Motto von Rudolf Steiner: „Es muss der Zufall in seine Rechte treten.“ Besuchen Sie diese Seite also öfter. Bei Fragen kontaktierenKontakt/Impressum Edition LGC Sie uns bitte.

Erläuterung

{=$:Titel}Die gekrachte Schublade – 28. Januar 2021


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