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„Völlig ungefährlicher Zirkel“Die gekrachte Schublade – 28. Januar 2021

Die Situation der anthroposophischen Sache ist noch immer recht ernst, ja vielleicht ernster als je. Das äußere Gesellschaftbild sollte darüber nicht hinwegtäuschen. Das Allerschlimmste, so scheint mir, ist, dass das Geistesleben der Zeit und Gegenwart die anthroposophische Bewegung und Gesellschaft als einen in sich abgeschlossenen, völlig ungefährlichen Zirkel gewähren lässt und nicht einmal Gegnerschaft für nötig hält. Als aufmerksamer Beobachter des aktuellen Geisteslebens kann man beobachten, dass es seit 1925 nicht einmal mehr eine „Gegnerschaft“ im ernsten Sinne gibt. Man mockiert sich gelegentlich ein wenig, macht auch mal ein kleines Komplimentchen, aber alles nur so nebenbei wie gegenüber etwas, das man doch nicht ernst nimmt. Hier gibt es, so glaube ich, nur eines: man muss die Diskussion mit der gebildeten Welt auf der Höhe philosophischer Fragestellungen – und so etwas gibt es denn doch in Deutschland – zu erzwingen suchen. Man muss anknüpfen an die Arbeiten führender Geister der Gegenwart und ihnen beweisen, dass es ihre eigene Sache ist, die von Rudolf Steiner zum guten Ende, das ein Neuanfang ist, geführt worden ist. Sie werden vielleicht lächeln, verehrte Frau, und mir versichern: aber das ist ja längst alles da. Und ich will ja gar nicht leugnen, dass manches da ist. Aber ich kann Ihnen versichern, dass die Dinge doch ein wenig anders aussehen, ob man sie sozusagen aus perspektivischer Ferne oder ob man sie mitten aus den Wirren und Nöten des Wissenschaftsbetriebes selbst sieht.

Mit meinen „Blättern“ beabsichtige ich, in das öffentliche Geistesleben einzudringen, und der Erfolg wird mein Unternehmen rechtfertigen oder nicht rechtfertigen. Es ist richtig, dass ich mich ebenso wie an Anthroposophen selbst, auch an Nicht- oder an Noch-nicht-Anthroposophen wende.

Erläuterung

Aus einem Brief an Isie Mackenzie, 14. August 1928, kurz nach Erscheinen des 1. Heftes der „Rudolf Steiner-Blätter“Das Ereignis Rudolf Steiner.

👉 Aus der „gekrachten SchubladeDie gekrachte Schublade“ bekommen Sie wechselnd verschiedene Texte von Karl Ballmer zu lesen. Bei der Auswahl gilt das Motto von Rudolf Steiner: „Es muss der Zufall in seine Rechte treten.“ Besuchen Sie diese Seite also öfter. Bei Fragen kontaktierenKontakt/Impressum Edition LGC Sie uns bitte.

Erläuterung

{=$:Titel}Die gekrachte Schublade – 28. Januar 2021


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