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Konstituierung aus den KöpfenDie gekrachte Schublade – 28. September 2020

Es geht heute – darüber bin ich voll im Klaren – um die Konstituierung, vielleicht sogar um die Rettung der „Gesellschaft“. Diese ist konstituiert, unwiderruflich und unzerstörbar in den Herzen der Anthroposophen. Wenn wir der Welt gegenübertreten wollen, werden wir auch die Konstituierung aus den Köpfen heraus anstreben müssen. Hier gibt es noch Arbeit. Als das Kriterium der Gegnerschaft betrachte ich die Verstocktheit der Herzen. Man ist dadurch ein Gegner, dass man den „Grundstein“ nicht im Herzen hat. Wollte man die Gegnerschaft aus den Ideen ermessen, dann käme manches aus unseren Zeitschriften und Blättern möglicherweise in unerwünschte Nachbarschaft. Ein Exempel aus diesen Tagen: In dem Blatte, das den verantwortungsreichen Namen „Anthroposophie“ trägt, betrachtet dessen Schriftleiter als die Definition des Anthroposophischen, dass irgend etwas „mit Geist und Liebe“ geschrieben sein. („Diese Arbeit eines Nichtanthroposophen kann man insofern durchaus als anthroposophisch empfinden, als sie unverkennbar mit Geist und Liebe geschrieben ist; denn wo die beiden sich zusammenfinden und sich gegenseitig tragen und durchdringen, da ist Anthroposophie am Werke, auch ohne die stilistisch-terminologischen Signalements, auf die gewisse Kreise unter uns immer noch viel zu ausschließlichen Wert legen…“, „Anthroposophie“, 10. Jg. Nr. 49, 2. Dez. 1928, S. 386.) Derlei kann doch nur als grober Unfug bezeichnet werden. Welcher Club sentimentaler Weltverbesserer könnte nicht „Geist und Liebe“ auf sein Panier schreiben!? Es geht einfach nicht anders, als dass man hierzu Distanz hält, wenn man selber in der Öffentlichkeit für Anthroposophie eintritt. Man ist kein Demagoge, und man wird nicht die Unfähigkeit verantwortlicher und zweifellos gut meinender Mitarbeiter der Bewegung bloßstellen; man wird sich eben darauf beschränken, einen eigenen Standpunkt im sachlich-Ideellen zu markieren.

Die Arbeit der anthroposophischen Bewegung ist heute für das öffentlich-literarische Leben einfach nicht vorhanden. Das ist furchtbar, und es sollte alles versucht werden, Anthroposophie so zu vertreten, dass die Öffentlichkeit nicht daran vorbei kann. Welche Wirkung könnte Ihr „Mensch und Tier“ haben, wenn nicht immer wieder die heillosen Vorurteile der Welt durch die Artung unserer Zeitschriftenliteratur neue Nahrung erhielten!

Erläuterung

Aus einem Brief an Hermann Poppelbaum, 7. Dezember 1928. Poppelbaum stand kurz vor seiner Übersiedlung nach Hamburg, wo er Leiter des Pythagoras-Zweiges der Anthroposophischen Gesellschaft wurde.

👉 Aus der „gekrachten SchubladeDie gekrachte Schublade“ bekommen Sie wechselnd verschiedene Texte von Karl Ballmer zu lesen. Bei der Auswahl gilt das Motto von Rudolf Steiner: „Es muss der Zufall in seine Rechte treten.“ Besuchen Sie diese Seite also öfter. Bei Fragen kontaktierenKontakt/Impressum Edition LGC Sie uns bitte.

Erläuterung

{=$:Titel}Die gekrachte Schublade – 28. September 2020


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